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Was ist eigentlich ein Netzkabel?

Jeder, der in seinem Leben schon einmal etwas zu verkabeln oder anzuschließen hatte, weiß, dass in puncto Kabel schnell Missverständnisse aufkommen können. Das liegt zum Teil auch daran, dass die Begriffe zwar genormt sind, diese Normung aber nicht jedem bekannt oder auch per so missverständlich ist. So wenden Menschen verschiedene Begriffe und Bezeichnungen für Kabel unterschiedlich an.

Eine Bezeichnung, die oft zu Verständnisschwierigkeiten führt, ist Netzkabel. Gemeint ist damit grundsätzlich erst einmal ein Kabel, das für die Verwendung mit Netzspannung, also hierzulande 220 bzw. 230 Volt, einsetzbar ist und Geräte mit dieser Netzspannung verbindet, meist über das Einstecken in eine Steckdose oder Steckdosenleiste. Deswegen haben auch die meisten Kabel, die als Netzkabel bezeichnet, verkauft oder erworben werden, einen so genannten Schukostecker an ihrem einen Ende. Schuko ist die seit langem gebräuchliche Abkürzung für Schutzkontakt und ein im europäischen Raum weit verbreiteter Anschluss. Der Schukostecker hat zwei Kontaktstifte für Außenleiter und Neutralleiter, die in die Löcher der Steckdose passen, sowie einen weiteren Kontakt, dessen Aufgabe es ist, Fehlerströme abzuleiten. Über die Kontaktflächen der Steckerseite und die Kontaktfedern an der Dose wird eine vorauseilende Verbindung mit dem Schutzkontakt gewährleistet.

Wozu braucht man Netzkabel?

netzkabel
© Katharina Bregulla / pixelio.de
Am anderen Ende des Netzkabels befinden sich der Stecker oder die Dose, die mit dem Gerät verbunden werden müssen, welches an den Strom angeschlossen werden soll. Jedes elektrische Gerät, das seinen Strom nicht aus Batterien bezieht, benötigt also ein Netzkabel. In einer Konfiguration aus verschiedenen Geräten, die zusammenarbeiten, benötigt man oft mehrere Netzstecker. Wer an seinem Arbeitsplatz einen Computer und einen Monitor hat, braucht für beide je ein Netzkabel. Weitere werden für Verstärker, Drucker, Sound System oder weitere zusätzliche Komponenten fällig, so dass sich unter und hinter dem Tisch ein ganz schönes Chaos von Kabeln ansammeln kann.

Um dem Kabelsalat vorzubeugen oder ihn nachträglich in den Griff zu bekommen, empfiehlt sich der Erwerb guter Steckdosenleisten, die in ausreichender Menge Steckplätze bieten und im Idealfall einen Generalschalter und einen Überspannungsschutz bieten. Größere Rechenzentren arbeiten für eine energieeffiziente Stromversorgung und optimalen Geräteschutz mit Powerleisten und so genannter Intelligent PDU.

Verschiedene Netzkabel für verschiedene Geräte

Es gibt mehr als eine Sorte Netzkabel. Um einen Rasierapparat oder ein altes Kofferradio zu betreiben, ist oft ein anderer Anschluss erforderlich als für die mobile Kochplatte, das Notebook oder das alte Waffeleisen. Zum Glück sind fast alle Sorten Netzkabel noch erhältlich, so dass man im guten Fachhandel auch das passende Kabel für sein altes Bügeleisen noch finden wird, wenn das alte einmal verschlissen ist. Gerade beim Austausch von Netzkabeln sollte man nie zu lange warten, da man sich bei Schäden am Kabel verletzen kann nicht zuletzt auch das Gerät damit schädigen kann. Die normale Netzspannung reicht aus, um bei Menschen mit empfindlichem Herz, sehr jungen oder alten Menschen lebensbedrohliche Störungen der Herzrhythmus oder gar Kammerflimmern auszulösen. Immer wieder lösen alte Kabel auch Brände aus, wenn die isolierenden Schichten porös geworden sind und dadurch Kurzschlüsse entstehen. Provisorische Labelreparaturen mit Isolierband sind daher stets ein Spiel, das mit hohem Risiko verbunden ist und von dem daher alle Fachleute dringend abraten.

Kabel beim Fachmann kaufen

Auch bei Kabeln gibt es Unterschiede in der Qualität. Daher sollte man Kabel immer im guten Fachhandel kaufen und alte Kabel rechtzeitig ersetzen. Eurostecker, Kaltgerätekabel, Kleingerätestecker und die so genannten Rasiererstecker gibt es in gut sortierten Online Shops in hoher Qualität und in verschiedenen Längen zu günstigen preisen. Wer sich nicht sicher ist, welchen Typ er genau benötigt, der kann auf den Bildern der Katalogseiten vergleichen und Begriffsverwirrung von vornherein ausschließen, sei es beim Namen oder bei der klassischen Männchen-Weibchen-Verwechslung der Anschlüsse an den Kabelenden. Manche Netzkabel und deren Verlängerungen braucht man so oft, dass man auch darüber nachdenken kann, sich welche auf Vorrat zu besorgen.

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