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Kommunikation

Hör mal wer da flüstert

Die Geschwindigkeit eines Rechners ist nur ein Argument für den Kauf eines Computers. Tatsächlich ist die Prozessorleistung der meisten handelsüblichen PCs heutzutage recht angemessen, vor allem dann, wenn es um Desktop Arbeiten für das Büro geht. Leider haben es sich Windows Betriebssysteme zur Gewohnheit gemacht, mit jeder neuen Version immer ein bisschen mehr Rechenzeit für sich zu beanspruchen, sei es für transparente Fenster wie in der Version Windows 7 eingeführt oder andere kleine Desktop Grafikspielereien. Wie auch immer, wer ein aktuelles Betriebssystem nutzen möchte, sollte schon auf einen zeitgemäßen Rechner setzen. Und wer ein altes Betriebssystem nutzt, muss damit rechnen, insbesondere im Internet ein offenes Buch für Schadsoftware zu sein.

Schnell und leise

ruhe
© knipseline / pixelio.de
Wer an seinem Computer spielen möchte, braucht stets eine besonders moderne Hardware. Spiele möchten mit neuesten Effekten glänzen (und das gilt mittlerweile auch für Browserspiele) und reizen die Hardware gerne bis an ihre Grenzen aus. Lange sind die Zeiten vorbei, als die Hardware vorgegeben war, wie dies noch beim Commodore 64 in den 1980er Jahren der Fall war, und es an den Programmierern lag, die Hardware bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten auszureizen und durch stets neue Kniffe die Leistungskraft einer unveränderten Hardware zu verbessern. Heute wartet man einfach auf die nächste Generation der Grafikkarten und der technische Fortschritt passiert von ganz allein.

Doch was können andere Kriterien sein als die Geschwindigkeit eines PCs, die bei der Kaufentscheidung tragend sind? Immer mehr Anwender setzen auf einen niederigen Stromverbrauch und auf eine geringfügige Geräuschentwicklung. Fast jeder PC ist heute ein Stromspar-PC und Mini-Computer, die vor wenigen Jahren noch als Energiespar-PC verkauft worden sind, werden heute ohne weiteres von üblichen Office-PCs im Stromverbrauch geschlagen. Man muss nicht mehr notwendigerweise auf einen Intel-Atom Prozessor setzen, will man die Stromrechnung entlasten. Auch die I3 bis I7 Reihe von Intel mit im Prozessor integrierter Grafikkarte glänzen durch eine energiesparende Architektur: Wird keine ausgeprägte Rechenleistung gebraucht, so verbrauchen sie auch weniger Strom.

Bei der Geräuschentwicklung gibt es allerdings noch Unterschiede bei den angebotenen Modellen. Man nennt besonders leise Rechner dann Silent PCs und diese besitzen neben einem besonders leisen Lüfter dann auch eine Schalldämpfung im Gehäuse. Wer darüber nachdenkt, mit dem eigenen Computer Sprachaufnahmen zu tätigen kommt an einem solchen Gerät nicht vorbei. Aber auch in einem Büro, in dem sich die Geräuschentwicklung mehrerer Computer summiert, kann es sinnvoll sein, die Lüfterklänge zu minimieren. Das erhöht die Konzentrationsfähigkeit und die Kommunikationsmöglichkeiten der Mitarbeiter. Vor wenigen Jahren noch war es gar nicht unüblich, dass ein Rechner eine recht laute Maschine war. Silent PCs zeigen aber heute, dass dies nicht der Fall sein muss.

Silent PCs: Für Sprach und Gesangsaufnahmen unabdingbar

Wenn Sprach- und Gesangsaufnahmen auch nur eine Anwendung von vielen sein können, für die man einen Computer nutzt, dann sollte man sich in jedem Falle für einen Silent PC entscheiden. Denn der laute Lüfter bleibt ein Störfaktor in jeder Tonaufnahme. Auch wer den Computer zum komponieren nutzt wird sich darüber freuen, wenn möglichst wenig andere Geräusche in den Räumlichkeiten erzeugt werden. Aber auch so mancher Gamer hat sich schon für einen Silent PC entschieden. Auch der Soundtrack eines Spieles will genossen werden und wer stets einen Kopfhörer trägt, schottet sich all zu sehr von seiner Umwelt ab und hört auch das Telefon nicht mehr. Und für einen Karaoke-Abend mit PC ist es ohnehin keine gute Entscheidung, wenn der Lüfter eines Computers stets die mehr oder weniger gelungenen Gesangsversuche begleitet. Die Nachvertonung eines Urlaubsvideos macht einen Silent-PC fast schon unverzichtbar und wer an seinem Rechner hochkonzentriert zu programmieren versucht, sollte ebenfalls auf unnötige Lärmverursacher verzichten. Möglicherweise wird das Konzept des Silent PCs über kurz oder lang zu einem obligatorischen Kriterium, das die Kaufentscheidung mit beeinflusst.

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