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Social Media mit Strategie

Mit einer guten Strategie lässt sich so gut wie jedes Projekt besser angehen. Das gilt aber insbesondere für den von vielen Firmen sträflich vernachlässigten Bereich des Social Media, der ja im Marketing und in der Werbung immer wichtiger wird und mittlerweile schon längst nicht mehr zu vernachlässigen ist. Doch auch wenn man sich als Firma mit Social Media beschäftigt, hat man im Prinzip erst einmal nicht mehr als den ersten Schritt gemacht. Denn erst das Einsetzen einer gezielten Strategie ist der Weg zum Erfolg in den Social Media Kontexten. Es ist ja ganz klar, dass man erst einmal wissen muss, was man in der Social Media erreichen möchte, damit man dann auch gezielt danach streben und seine Erfolge messen kann. Viele Firmen scheitern genau an diesem einerseits so kritischen und andererseits eigentlich so einfachen Punkt, denn die sind frustriert vom vagen Gefühl, im Trüben zu fischen. Noch 2011 gab es hier ein großes Problem, denn mit vierzig Prozent fehlte fast der Hälfte aller online in sozialen Kontexten aktiven Firmen die Strategie und ihre Online-Aktivität war und blieb so reines Glücksspiel. Schließlich gibt es unüberschaubar viele individuelle Ziele, die man mit dem Social Media Geschäft erreichen kann, dass man sich schnell in dem Dschungel aus all diese Möglichkeiten verlieren kann.

Was ist Social Media

Bei Social Media geht es um einen medial online stattfindenden Prozess, in dem man direkter mit Kunden in den Dialog tritt und so einen neuartig dynamischen Kontakt aufbauen kann. Relevante Zielgruppen werden in ihrem natürlichen Lebensraum in der digitalen Welt angesprochen und abgeholt und o auch digitale Räume für Marketing etc. verwendet. Dieser neue Dialog findet als besonderes Kennzeichen auf Augenhöhe statt und bindet den Konsumenten so ein, dass dieser einen großen Einfluss und eine große Nähe zum Unternehmen verspürt.

Beispiele für Strategie-Ansätze

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© Gerd Altmann / PIXELIO
Mögliche Strategie-Ansätze lassen sich je nach Interessenbereich definieren. Wenn man zum Beispiel zum Ziel der Marktforschung die Social Media Möglichkeiten nutzen will, sollte man Wert auf das sogenannte Crowd Sourcing und auf eine Produktoptimierung aufbauend auf festgestellten Bedürfnissen legen. In Bezug auf die langfristige Reputation ist aber auch die Kundenbindung und -pflege wichtig und durchaus in sozialen Netzwerken zu erreichen. Der Vertrieb wiederum sollte online ein Kauferlebnis bieten, den Support verbessern und die Chancen der Echtzeitkommunikation ausschöpfen. Spannend ist auch der Bereich Marketing und PR, der die Reichweitengewinnung positiv beeinflussen, Vertrauen schaffen und Bedürfnisse auslösen kann. So ist es ein Viereck aus unterschiedlichen Ansätzen für Social Media Strategien, an denen man sich erst einmal orientieren kann. Wichtig ist es immer, keine an sich neue Strategie angesichts dieses neuen Feldes zu entwickeln, sondern stattdessen die bereits vorhandenen Ziele des Unternehmens bestmöglich für eine konsequente Social Media Strategie nutzen. Allerdings ist es ebenso wichtig, nach der ersten Analyse der Social Media Aktivitäten zusätzliche und speziell auf das Online Medium ausgerichtete Ziele zu entwickeln. Denn oft ändert sich etwas in der Kommunikationsstrategie oder das digitale Bild des Unternehmens muss vom internen Bild her modernisiert werden.

Mehr als nur Learing by doing

Learning bei doing ist ein zweiter großer Fehler, den man beim Einstieg in Social Media schnell machen kann. Denn aufgrund der großen Dynamik dieses Bereiches kann man sich schnell an eigentlich negative Strukturen anpassen und bleibt so hinter dem Wettbewerb insgesamt zurück. Auch passiert beim Try and error Prinzip alles öffentlich und Fehler sind sofort für alle sichtbar. So riskiert man mit einem undurchdachten Learning by doing ohne gezielte Strategie einen Imageschaden und kann schnell ein lächerliches Bild als Anfänger in Social Media Netzwerken abgeben. Wenn man erst später eine Strategie entwickelt und den öffentlichen Social Media Auftritt darauf anpassen muss, muss man auch ebenso öffentlich Veränderungen vornehmen und verspielt so seine Chancen.

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